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  • Mo., 07. Februar 2022, 11:22 Uhr
    EVANGELISCHEN DEKANATS BERGSTRASSE: Ute Gölz mit großer Mehrheit zur neuen Präses gewählt / Resolution verabschiedet und Besprechung weiterer Themen

    Synode wählt neue Dekanatsspitze

    Die am Vortag gewählten Mitglieder des Dekanatssynodalvorstands wurden am Sonntag bei einem Gottesdienst in der Bensheimer Michaelskirche in ihr Amt eingeführt: (v.l.) Elna Singer, Arno Kreh, Annette Schneider, Dr. Carl-Michael Bergner, Irene Dannemann, Maren Fischer, Ute Gölz, Thomas Höppner-Kopf, Sabine Karb, Arne Polzer, Silke Bienhaus Foto: oh


    KREIS BERGSTRASSE – Die Synode des Evangelischen Dekanats Bergstraße hat wichtige personelle Weichen gestellt. Bei der konstituierenden Sitzung des regionalen Kirchenparlaments wurde Ute Gölz aus Wald-Michelbach mit großer Mehrheit zur neuen Präses gewählt. Für die 64jährige votierten 77 Synodale, bei fünf Gegenstimmen und sechs Enthaltungen.

    Ute Gölz war zuvor stellvertretende Präses und löst Dr. Michael Wörner an der Spitze des Dekanats ab, der nicht mehr kandidierte. Sie ist damit Versammlungsleiterin der Dekanatssynode und Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstands, dem Leitungsgremium des Dekanats, deren Mitglieder ebenfalls neu gewählt wurden. Der Dekan und die stellvertretende Dekanin sind qua Amt automatisch Mitglied im elfköpfigen Dekanatssynodalvorstand. Für die weiteren acht Plätze wählten die Synodalen Dr. Carl-Michael Bergner (Lukasgemeinde Lampertheim), Irene Dannemann (Christuskirchengemeinde Viernheim), Maren Fischer (Mörlenbach), Thomas Höppner-Kopf (Hüttenfeld/Neuschloß), Sabine Karb (Biblis), Arne Polzer (Nordheim/Biblis), Annette Schneider (Schwanheim) und Elna Singer (Gronau/Zell).

    Als Bergsträßer Delegierte für die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wurden Patrick Bienhaus (Lampertheim), Dr. Uwe Buß (Rimbach), Markus Eichler (Viernheim), Alexander Gemeinhardt (Bensheim) und Dr. Peter Thoele (Viernheim) gewählt. Die Tagung der Synode sowie alle Abstimmungen fanden wegen der Infektionslage digital per Video-Konferenz statt.

    Die Synode verabschiedete die Resolution „Für die Nächstenliebe – Gegen Hass und Gewalt“. Sie appellierte dabei an alle Kritiker der Corona-Politik, „sich nicht vor den Karren von Rechtsextremen spannen zu lassen und sich nicht an unangemeldeten ‚Spaziergängen‘ zu beteiligen“. Zugleich betont die Synode, dass sie mit Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten und solche, die ihre Zweifel an den staatlichen Corona-Maßnahmen hätten, im Gespräch bleiben wolle. Viele von ihnen seien nicht rassistisch oder demokratiefeindlich eingestellt.

    Zu der Diskussion um sexuelle Gewalt in der Kirche betonte Dekan Arno Kreh, dass es im Dekanat und in den Kirchengemeinden Beauftragte für Kindeswohl gebe. Prävention habe einen hohen Stellenwert. „Für uns steht das Leid der Menschen im Vordergrund, denen Unrecht widerfahren ist, und nicht der Schutz der Institution Kirche.“ Seit Gründung der EKHN im Jahre 1947 habe es insgesamt 70 Verdachtsfälle gegeben. Nicht alle hätten sich als begründet erwiesen.

    Die stellvertretende Dekanin Silke Bienhaus kündigte an, dass angesichts des hohen Betreuungs- und Begleitungsbedarfs der Hospizdienst im Odenwald personell verstärkt werde. Bis zum Sommer würden drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen als Koordinatorinnen eingesetzt.

    In ihren Grußworten hoben der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt und Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer die gute Zusammenarbeit und den engen Austausch mit dem scheidenden Präses Dr. Michael Wörner hervor. Hätte die Synodentagung nicht als Video-Konferenz, sondern in Präsenz stattgefunden, wäre ihm donnernder Applaus sicher gewesen. zg

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