LAMPERTHEIM – Wer den Weg zum jüdischen Friedhof am Kriegerdenkmal an der Martin-Kärcher-Straße beginnt, weiter durch den Stadtpark geht und schließlich das Tor zum Stadtfriedhof erreicht, hat es nicht mehr weit. Nur steht zum jüdischen Friedhof kein Tor offen, aus guten Gründen kann nur hinein, wer einen Schlüssel zur Hand hat. Aber die Mauer erlaubt den Blick über die Gräber und die weiten Streben der modernen Umzäunung geben den Blick seitlich frei. Die Grabinschriften sind auf Hebräisch und Deutsch, manche wirken wie neu, andere hat das Wetter aus dem Sandstein gewaschen. „Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah!“ Mit diesen Worten wurde Hanny Retwitzer 1899 im Alter von 68